Kuba bildete über 8500 Ärzte aus

Havanna. Über 8500 Nachwuchsärzte aus 54 Ländern – einschließlich den Vereinigten Staaten von Amerika – wurden in den vergangenen sechs Jahrgängen an der Lateinamerikanischen Schule für Medizin (ELAM) in Havanna ausgebildet. Das erklärte der Rektor dieser Medizinhochschule, Juan Carrizo, gegenüber der staatlichen kubanischen Nachrichtenagentur AIN. Allein in diesem Jahr würden 400 junge Ärzte aus 40 Nationen ihre Ausbildung an der ELAM abschließen. Sie könnten in ihre Länder zurückkehren, um beim Aufbau der Gesundheitssysteme zu helfen.

Die ELAM wurde auf Initiative des damaligen Staats- und Regierungschefs Fidel Castro nach den verheerenden Wirbelstürmen George und Mitch gegründet, die 1998 mehrere Staaten Mittelamerikas schwer trafen. In Havanna werden seither Mediziner aus Staaten der so genannten Dritten Welt ausgebildet, um in ihren Ländern die medizinische Versorgung zu verbessern. Unter den Abgängern befinden sich auch zahlreiche Ärzte aus den USA, die in Armenvierteln arbeiten wollen.

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