Paramilitärs in Honduras ermorden fünf Bauern in Bajo Aguán

Tegucigalpa. Die Nationale Front des Populären Widerstandes (FNRP), das zentrale Bündnis der Demokratiebewegung in Honduras, hat in einem Kommuniqué den Mord an fünf Bauernaktivisten in der Region Bajo Aguán verurteilt. Die Mitglieder der Bauernbewegung Aguán (MCA) waren am Montag bei einem Angriff von 200 Paramilitärs getötet worden, rund ein Dutzend Personen wurde schwer verletzt.

Die nach lokalen Informationen in Kolumbien ausgebildete Privatarmee untersteht dem lokalen Magnaten Miguel Facussé. Dieser war in den vergangenen Monaten für mehrere gewalttätige Übergriffe auf die Bauerngemeinschaft verantwortlich.

Der Konflikt in Bajo Aguán erreicht mit den aktuellen Morden einen neuen Höhepunkt. Bisher waren zwölf Menschen in der Region politischen Morden zum Opfer gefallen – Bauern, die vom Agrarministerium als rechtmäßige Landbesitzer bestätigt worden waren. Der Agrarunternehmer Facussé versucht jedoch, das Land durch eine gewalttätige Vertreibung der Landarbeiter in seinen Besitz zu bringen.

Als zentrales Bündnis der Demokratiebewegung beschuldigte die FNRP in ihrem Kommuniqué die Regierung Porfirio Lobo der Mittäterschaft an den fünf Morden in Bajo Aguán. Staatliche Institutionen vereitelten eine Aufklärung und sicherten den Tätern Straffreiheit zu. Laut Radio Globo in Tegucigalpa sprachen Augenzeugen sogar von einer direkten personellen Beteiligung der Polizei bei dem Angriff am 15. November.

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