Bolivien / Wirtschaft

Bolivien: Private Unternehmen sollen Öl und Gas suchen

La Paz. In Bolivien soll mehr Öl und Gas gefördert werden. Deswegen hat das staatliche Erdöl- und Erdgasunternehmen YPFB (Yacimientos Petroliferos Fiscales Bolivianos) private Unternehmen nach Angaben der spanischen Nachrichtenagentur EFE aufgefordert, auf eigene Rechnung nach neuen Vorkommen der begehrten Kohlenwasserstoffe zu suchen. Würden sie fündig, wird YPFB die Kosten der Suche ersetzen. Bei erfolgloser Suche müssten die privaten Unternehmen das Risiko tragen. Die Förderung von Öl und Gas werde dann in Form einer Kooperation vonstatten gehen, sagte der Präsident der staatlichen Gesellschaft, Carlos Villegas.

Die meisten in Bolivien tätigen Unternehmen hätten diesem Vorgehen zugestimmt. Hintergrund der Initiative ist, dass Bolivien einen erheblichen Teil der benötigten Energieträger importieren muss. Damit die Investition für die ausländischen Unternehmen attraktiver wird, überlegt die Regierung unter Präsident Evo Morales, den Unternehmen künftig mehr als die derzeit üblichen zehn US-Dollar pro Barrel (159 Liter) zuzugestehen. In Bolivien sind insbesondere das Unternehmen Repsol-YPF (Spanien), Pluspetrol (Argentinien), Petrobras (Brasilien), Total (Frankreich) und British Gas (Großbritannien) aktiv.

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