Venezuela und Ecuador planen Investitionsfonds

Caracas. Die linksregierten Andenländer Venezuela und Ecuador bauen ihre ökonomische Zusammenarbeit weiter aus. Die Außenminister beider Staaten vereinbarten bei einem Treffen in Venezuelas Hauptstadt Caracas am Montag eine gemeinsame "Agenda für Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit". Diese reiche von der Weiterentwicklung des gemeinsamen Zahlungssystems SUCRE bis zur Einrichtung eines gemeinsamen Investitionsfonds für wirtschaftliche Projekte mit gegenseitigem Nutzen, berichtet die venezolanische Nachrichtenagentur AVN unter Berufung auf Venezuelas Außenminister Nicolas Maduro.

Außerdem wurde bei der Zusammenkunft zwischen Maduro und Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño über ein Nachfolgeabkommen beraten, das die bisherigen Vereinbarungen im Rahmen der Andengemeinschaft (CAN) ersetzen soll, teilte Maduro laut der venezolanischen Tageszeitung Ultimas Noticias mit. Venezuela werde demnach im April endgültig offiziell aus der CAN ausscheiden. Caracas hatte diesen Schritt 2006 angekündigt, da die rechten Regierungen in Kolumbien und Peru mit den USA über Freihandelsabkommen verhandelten.

Venezuela setzt stattdessen bei der regionalen Zusammenarbeit auf die linke Allianz ALBA. Dort ist auch Ecuador seit 2009 Mitglied. Daneben fördert Caracas die Union südamerikanischer Staaten (UNASUR) und das Wirtschaftsbündnis Mercosur. Bei letzterem wartet Caracas allerdings seit Jahren auf eine endgültige Ratifizierung des Beitritts, der weiterhin von Paraguay blockiert wird.

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