Großdemonstration gegen Staudammprojekt in Mexiko

Mexiko-Stadt. Anlässlich eines Internationalen Aktionstages gegen Staudämme demonstrierten am 14. März in der mexikanischen Stadt Pinotepa Nacional gut 6.000 Personen gegen das Staudammprojekt in Paso de la Reina. Das Projekt am Grünen Fluss in der Küstenregion Oaxacas – oberhalb eines geschützten Mangrovenwaldes und Lagunensystems – soll zügig vorangetrieben werden, so die regierungsnahe Presse und die föderale Regierung.

Die für die Erstellung benötigten Investitionen sollen zur Hälfte durch Weltbankkredite gedeckt werden. 30 durch das Megaprojekt direkt oder indirekt betroffene indigene Gemeinden organisierten sich in einer Dachorganisation "zur Verteidigung des Grünen Flusses". Die Mobilisierung wird von der Diözese von Puerto Escondido sowie der Lehrergewerkschaft Sektion 22 der SNTE unterstützt und von zivilgesellschaftlichen Akteuren begleitet.

An der Demonstration vom Montag waren neben Indigenen der Mixteken, Chatinos, Zapoteken und Amuzgos auch afromexikanische Gemeinden und Delegationen aus dem nahen Guerrero vertreten.

Die Region hat eindrücklich gezeigt, dass der Widerstand gegen das Staudammprojekt ungebrochen ist. Die Vertreter der Dachorganisation betonten allerdings, dass der Druck auf die Gemeinden massiv zunehme. Momentan würden den Gemeinden zahlreiche attraktive Regierungsprogramme offeriert, aber immer geknüpft an deren Einwilligung zum Staudammprojekt. Dementsprechend groß ist die Enttäuschung der indigenen Gemeinden über die neue Regierung, welche nach 80 Jahren PRI-Herrschaft durch die Allianz aus PAN und Linksparteien gebildet wird.

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