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Fidel Castro: Barack Obama hat Lateinamerika nichts anzubieten

Havanna. Der ehemalige kubanische Staats- und Regierungschef Fidel Castro hat in einem aktuellen Essay eine ernüchternde Bilanz der aktuellen Lateinamerikareise von US-Präsident Barack Obama gezogen. Die Rede Obamas am Montag in Chile, der zweiten Station seiner Reise nach Brasilien und vor El Salvador, habe gezeigt, dass der US-amerikanische Staatschef den Ländern Lateinamerikas "nichts mehr anzubieten hat", schreibt Castro unter Bezug auf eine entsprechende Einschätzung des chilenischen Fernsehens.

Als der Präsident nach der Erwähnung Kubas Applaus erwartete, habe im Kulturzentrum des Präsidentenpalastes "La Moneda" eisiges Schweigen geherrscht.: "Hinter ihm – welch Zufall – befand sich, an der Seite der anderen lateinamerikanischen Flaggen, eben auch die von Kuba", schildert der kubanische Revolutionsführer. Zugleich erwähnt er Obamas ausweichende Antwort auf eine Frage nach der US-Verstrickung in den blutigen Militärputsch in Chile 1973.

"Ich wünsche ihm eine gute Reise und etwas mehr Besonnenheit", so der Kommentar Castros.

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