Kritik an Uni-Berufung von Alvaro Uribe in Frankreich

Strasbourg. Nach wiederholten Protesten in den vergangenen Wochen haben sich nun auch 30 Parlamentarier des Europaparlaments und der Französischen Nationalversammlung gegen die Berufung des ehemaligen kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe als Professor an die Technische Universität (ENIM) im französischen Metz gewendet. Die Parlamentarier protestieren in einem offenen Brief gegen die geplante Anstellung des Politikers, gegen den wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen und mutmaßlicher Verwicklungen in die Drogenkriminalität mehrere Ermittlungsverfahren laufen.

"Während seiner Präsidentschaft von 2002 bis 2010 war Herr Uribes Amtszeit charakterisiert von systematischen Menschenrechtsverletzungen, Straflosigkeit und Korruption", heißt es in den Brief.

Die EU-Abgeordnete Marie-Christine Vergiat, Menschenrechtsbeauftragte der Fraktion GUE/NGL und Mitunterzeichnerin des Briefes, unterstütze am heutigen Nachmittag in einer Pressekonferenz ausdrücklich den Widerstand gegen die Berufung Uribes innerhalb der Ecole Nationale d´Ingénieurs Metz. Begleitet wurde sie dabei von dem deutschen EU-Abgeordneten Jürgen Klute.

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