Kuba / Politik / Wirtschaft

Kubas KP debattiert wirtschaftliche Ausrichtung

Havanna. Am gestrigen Sonntag haben die fast 1000 Delegierten des sechsten Parteitags der Kommunistischen Partei Kubas (PCC), der am Samstag begonnen hat und bis Dienstag andauern wird, mit der Debatte um eine neue Wirtschaftspolitik begonnen.

Im Mittelpunkt dabei steht die Diskussion um die sogenannten Lineamientos, den Umrissen zur  künftigen Gestaltung der Wirtschafts- und Sozialpolitik, die bereits im Vorfeld des Parteitages von der kubanischen Bevölkerung diskutiert und teilweise modifiziert wurden. An diesen Debatten, die bereits im Vorjahr begonnen wurden, beteiligten sich insgesamt 8,9 Millionen Kubanerinnen und Kubaner in 163.000 Volksversammlungen, berichtet nun der lateinamerikanische Fernsehsender Telesur.

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Auf dem Parteitag befassen sich derzeit fünf Arbeitskommissionen mit den inzwischen 313 eingebrachten Vorschlägen zur Neugestaltung und strategischen Neuausrichtung der kubanischen Ökonomie. Dabei werden sich die einzelnen Kommissionen und Arbeitsgruppen mit den Themen Binnenwirtschaft, der Eingliederung Kubas in die Weltwirtschaft, der Bedeutung der sozialen Errungenschaften der Revolution sowie mit den einzuleitenden Schritten und Maßnahmen befassen.

Die endgültige Entscheidung zur Durchführung der anvisierten Veränderungen dürfte dann am morgigen Dienstag vom Votum des Parteitagsplenums abhängen, das aller Voraussicht nach der angekündigten Kurkorrektur zustimmen wird.

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