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Kuba widerspricht Vorwürfen nach Tod von Regierungsgegner

Havanna. Die kubanische Staatsführung hat Vorwürfen widersprochen, nach denen die Behörden für den Tod des Regierungsgegners Juan Wilfredo Soto García verantwortlich sein sollen. Entsprechende Thesen hatten Oppositionsgruppen im Land und ausländische Medien sowie Regierungsvertreter verbreitet. In Deutschland forderte der rechtsliberale Staatsminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer, Aufklärung über den Tod Soto Garcías. Dieser stehe "im Widerspruch zu der mit der Freilassung politischer Gefangener in den letzten Monaten verbundenen Hoffnung auf eine grundlegende Verbesserung der Menschenrechtssituation in Kuba".

Regierungsgegner hatten behauptet, dass der Aktivist nach Misshandlungen durch Polizeikräfte in einem öffentlichen Park gestorben sei. Dem widersprach die Regierung in Havanna nach Prüfung des Falls mehrfach, zuletzt in einem offiziellen Kommuniqué (siehe Anhang zu dieser Meldung). Soto sei am dem 6. Mai in dem Krankenhaus "Arnaldo Milián" in der Provinz Santa Clara an den Folgen einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse gestorben, heißt es darin unter Berufung auf die behandelnden Ärzte. Die pathologische Untersuchung habe weitere innere Erkrankungen nachgewiesen, Todesursache sei Multiorganversagen gewesen.

Den Oppositionsgruppen warf die Regierung des sozialistischen Inselstaates eine "Diffamierungskampagne" vor.

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