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Kuba: Castro würdigt gute Beziehungen zu Vatikan

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Becciu und Castro
Becciu und Castro

Havanna. Kubas Staats- und Regierungschef Raúl Castro hat die Beziehungen zur katholischen Kirche als "positiv" bezeichnet. Nach einem Treffen mit dem bisherigen Vatikanischen Nuntius (Botschafter) des Vatikans in Havanna, Giovanni Angelo Becciu, würdigte Castro vor wenigen Tagen den Einsatz des Kirchenfunktionärs für die Beziehungen zwischen dem Kirchenstaat und der sozialistischen Regierung. Bei der Unterredung hätten neben den bilateralen Beziehungen auch weitere Themen der internationalen Politik auf der Agenda gestanden, berichteten nationale Medien.

Das staatliche kubanische Fernsehen strahlte Bilder des Treffens aus, auf denen auch Kubas Außenminister, Bruno Rodríguez, und die Verantwortliche für religiöse Angelegenheiten der Regierung, Caridad Diego, zu sehen war.

Der 62-jährige italienische Erzbischof Becciu war bis zu seiner dienstbedingten Abberufung seit 2009 ständiger diplomatischer Vertreter des Vatikans in dem mehrheitlich katholischen Kuba. Während dieser Zeit kam es zu einer fortschreitenden Annäherung zwischen der Regierung des Karibikstaates und dem Vatikan. Die Entwicklung gipfelte in Mehrparteiengesprächen unter Beteiligung der katholischen Kirche Mitte vergangenen Jahres, die zur Freilassung von 126 politischen Gefangenen führte, von denen 114 auf eigenen Wunsch nach Spanien ausreisten.

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