Peru: Anklage gegen García wegen Schüssen auf Demonstranten

Lima. Der scheidende Präsident von Peru, Alan García, soll wegen tödlicher Schüsse auf eine Demonstration von Anwohnern, Landarbeitern und Umweltschützern in der Stadt Juliaca, rund 300 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Lima, verantwortlich gemacht werden. Am Freitag vergangener Woche hatten Polizeikräfte das Feuer auf die Demonstranten eröffnet, die gegen die mutmaßlich illegale Konzession des kanadischen Bergbauunternehmens Bear Creek protestiert hatten. Bei dem Angriff der Polizei starben sechs Protestteilnehmer.

Der katholische Priester der Kleinstadt, Luis Zambrano, kündigte nun rechtliche Schritte gegen García an und wies dessen Schuldzuweisungen an die Demonstranten zurück. Demnach sollen die Protestteilnehmer selbst für die Eskalation verantwortlich sein.

Unter der Regierung des sozialdemokratisch ausgerichteten Alán García war es wiederholt zu blutigen Niederschlagungen von sozialen Protesten mit Dutzenden Toten gekommen.

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