Standard & Poor's stuft Venezuela wegen Erkrankung von Chávez ab

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Standard & Poor's
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New York/Caracas. Staats- und Regierungschefs müssen künftig offenbar besser auf ihre Gesundheit achten, um die Kreditwürdigkeit ihrer Länder zu sichern: Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Venezuelas herabgestuft. Ein Grund dafür sei die Krebserkrankung des Präsidenten des südamerikanischen Landes, Hugo Chávez, und die daraus resultierende politische Unsicherheit. Venezuela wird nach Angaben der in New York ansässigen Agentur jetzt mit B+ bewertet, was eine Stufe unter der bisherigen Note von BB- liegt. Bei einer Abstufung wird es für einen Staat schwieriger, auf dem globalen Finanzmarkt an Kredite zu kommen.

Die venezolanische Regierung hatte vor dem Hintergrund der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise unlängst eine neue Ressourcen- und Kreditpolitik angekündigt. Zum einen kündigte die linksgerichtete Regierung die Rückführung aller Goldreserven aus Banken in Industriestaaten an, zum anderen werden Kredite zunehmend bei alliierten Schwellenstaaten wie Russland oder China aufgenommen.

Die Herabstufung von Venezuela durch S&P wurde in dem südamerikanischen Land harsch kritisiert und als politischer Angriff auf die linksgerichtete Regierung abgetan.

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