EL Salvador und Honduras erkennen Palästina an

San Salvador/Tegucigalpa. Die Regierungen der zentralamerikanischen Staaten El Salvador und Honduras haben vergangene Woche erklärt, Palästina als "freien, souveränen und unabhängigen Staat" anzuerkennen. Der Präsident El Salvadors, Mauricio Funes, drückte seine Hoffnung aus, dass "diese formelle Anerkennung zu einer friedlichen, gerechten und anhaltenden Lösung" des Jahrzehnte währenden Konflikts im Nahen Osten beitrage. Gleichzeitig betonte er die Unterstützung seiner Regierung für das Recht Israels "in sicheren und international anerkannten Grenzen zu existieren". Der honduranische De-facto-Präsident Porfirio Lobo äußerte sich gegenüber Medien in ähnlicher Weise und bezeichnete die Anerkennung als die Begleichung einer "historischen Schuld" gegenüber den Palästinensern. Er hoffe, dass "die Friedensverhandlungen zwischen Palästina und Israel auf einem guten Weg voranschreiten".

Im vergangenen Jahr haben zahlreiche lateinamerikanische Regierungen den Schritt der Anerkennung Palästinas getan. Nachdem Uruguay den Staat im März dieses Jahres offiziell anerkannte, ist Kolumbien das einzige Land Südamerikas, welches eine formelle Anerkennung Palästinas weiter verweigert. Auch in Zentralamerika haben immer mehr Länder ihre Zustimmung zu einer Zwei-Staaten-Lösung erklärt und den Schritt formalisiert. Im September könnte der palästinensische Präsident Mahmud Abbas auf der UNO-Vollversammlung eine Initiative zur endgültigen Anerkennung seines Staates starten. Auch die israelische Regierung erwartet Medienberichten zufolge eine deutliche Mehrheit für die Aufnahme Palästinas in die Weltorganisation.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr