Uruguay ratifiziert Bank des Südens

Montevideo. Die Abgeordnetenkammer von Uruguay hat vergangene Woche mehrheitlich der Einrichtung der so genannten Bank des Südens (Banco del Sur) zugestimmt und damit den Weg frei gemacht für eine Teilnahme des Landes an der südamerikanischen Alternative zu Weltbank und Internationalem Währungsfond. Dadurch sei die minimal nötige Anzahl von fünf Staaten zum Aufbau des Instituts mit Sitz in der venezolanischen Hauptstadt Caracas erreicht, hieß es von Seiten der Regierung Argentiniens laut der peruanischen Nachrichtenagentur Andina. Der Senat von Uruguay hatte das Projekt vor einem Monat ebenso mehrheitlich befürwortet.

Seit der Gründung Ende 2007 wurde die Bank des Südens bereits von Argentinien, Bolivien, Ecuador und Venezuela ratifiziert. Von den weiteren Mitgliedern Brasilien und Paraguay steht die endgültige Zustimmung der Parlamente noch aus. Während Paraguays linksgerichtete Regierung weiter um eine Parlamentsmehrheit ringt, kündigte die Regierung von Brasilien laut der spanischen Nachrichtenagentur EFE an, die Ratifizierung kommenden Monat im Kongress einzubringen.

Das Wirtschaftsportal Americaeconomica.com weist darauf hin, dass die Bank des Südens zwar nun aufgebaut werden könne, doch laut Statuten noch die Zustimmung von Brasilien oder Paraguay benötigt werde, um offiziell die Geschäfte aufnehmen zu können.

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