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Kubanisches Medikament wird in Europa getestet

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Wird ab 2013 in einer klinischen Studie in Europa erprobt: Heberprot-P
Wird ab 2013 in einer klinischen Studie in Europa erprobt: Heberprot-P

Havanna. Das kubanische Medikament Heberprot-P, das die Folgeschäden der Diabetes mindern soll, wird ab dem nächsten Jahr zu Erprobungszwecken in europäischen Krankenhäusern eingesetzt. Die klinischen Studie, die mit 700 Patienten in 100 Krankenhäusern durchgeführt werden soll, wird sich dabei an die bereits in 17 Gesundheitseinrichtungen Spaniens realisierten Untersuchungen anschließen.

Der Geschäftsführer des in der kubanischen Hauptstadt Havanna angesiedelten Zentrums für Gen- und Biotechnik (CIGB), Ernesto López, betonte in diesem Zusammenhang, es sei das erste Mal, dass derartige Forschungen in industrialisierten Ländern durchgeführt würden. Für das Präparat Heberprot-P, das sich bei der Vermeidung von Amputation von Gliedmaßen bei Diabetes-Patienten bewährt hat, bestehen bereits Patente in mehr als 40 Staaten. In 17 Fällen haben die zuständigen Gesundheitsministerien die zur Zulassung notwendigen Registrierungen vorgenommen.

Bis heute haben über 70.000 Betroffene aus verschiedenen Nationen eine entsprechende Behandlung erfahren. In Kuba wird das Medikament bislang in 192 Polikliniken und 43 Krankenhäusern angewandt wird und soll weiter verbreitet werden.

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