Bolivien / Soziales

Extreme Armut in Bolivien um 14 Prozent gesunken

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Die Entwicklungsministerin Boliviens, Viviana Caro
Die Entwicklungsministerin Boliviens, Viviana Caro

La Paz. Die Anzahl der in extremer Armut lebenden Bevölkerung Boliviens ist um ein Drittel zurückgegangen. Nach Angaben von Entwicklungsministerin Viviana Caro hat sich die extreme Armut in den vergangenen zehn Jahren von 38 Prozent auf 24 Prozent reduziert. Damit habe ein wesentlicher Teil der Bevölkerung die Armutsgrenze hinter sich gelassen.

Nach Angaben Caros können in extremer Armut lebende Menschen kein Geld zum Kauf des Grundnahrungsbedarfs aufbringen. Die Reduzierung der extremen Armut auf 22 Prozent bedeute, dass nun eine Million Menschen sowohl aus den Städten als auch den ländlichen Regionen dieser Situation entkommen sind und als moderat arm bezeichnet werden können.

Bei der sogenannten moderaten Armut haben die Menschen dennoch die Möglichkeit, für das Überleben notwendige Nahrungsmittel zu erwerben. Für weitere Dinge des täglichen Lebens wie Transport, Bildung und Gesundheit reicht das Einkommen in der Regel jedoch nicht. In Bolivien würde die Armutsgrenze an einem "Basis-Nahrungsmittelkorb" gemessen, so Caro.

Mit der Armutsreduktion habe Bolivien das übergeordnete Ziel des Millenium-Gipfels der Vereinten Nationen erreicht. Dieser hatte im Jahr 2000 in New York stattgefunden und konkrete Ziel- und Zeitvorgaben vorgegeben, um die Armut in der Welt bis zum Jahr 2015 zu halbieren.

Die positive Entwicklung in Bolivien sei vor allem dem nationalen Entwicklungsmodell des "Vivir Bien", des Guten Lebens, zu verdanken. Dieses basiere auf einer Investitionspolitik im öffentlichen Sektor, wobei Bildung, Gesundheit und Transport universell zugänglich gemacht werden.

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