Anwalt von Bauernaktivisten in Honduras ermordet

Tegucigalpa. Unbekannte haben am Sonntag in der Nähe der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa einen weiteren Bauernaktivisten ermordet. Nach Angaben der Bauernbewegung von Bajo Aguán (MARCA) hielt sich der 41-jährige Anwalt Antonio Trejo Cabrera in der Nähe des internationalen Flughafens der honduranischen Hauptstadt auf, als er ermordet wurde. Er war juristischer Bevollmächtigter der Organisation, die für die Verteidigung verschiedener landwirtschaftlicher Kooperativen in der Konfliktregion Bajo Aguán zuständig war. In den letzten zwei Jahren sind dort über 60 Kleinbauern von Polizisten oder den paramilitärischen Sicherheitsdiensten der Palmöl-Plantagenbesitzer umgebracht worden.

Trejo Cabrera hatte für einige landwirtschaftliche Kooperativen Zugang zu ihrem Land erstritten, das zuvor durch den Großgrundbesitzer Miguel Facussé besetzt gehalten worden war. Im Oktober wollte er in die USA reisen, um dem Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshof (CorteIDH) Beweise über den Terror gegen die Bauern in Bajo Aguan vorzulegen.

Der Sprecher der MARCA, Vitalino Álvarez, kommentierte: "Weil sie ihn in den Gerichtsprozessen nicht stoppen konnten, haben sie ihn ermordet". Die Präsidentschaftskandidatin Xiomara Castro, Gattin des gestürzten Präsidenten Zelaya, sprach den Angehörigen Trejos ihr Beleid aus. Sie forderte die Aufklärung des Verbrechens und prangerte diejenigen an, die zur Sicherung ihrer "Inseln der Privilegien die besten Kinder von Honduras opfern" würden.

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