Venezuela / Politik

Chávez ernennt Außenminister Maduro zu seinem Vertreter

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Neuer Vizepräsident: Nicolás Maduro
Neuer Vizepräsident: Nicolás Maduro

Caracas. Nach dem Wahlsieg am vergangenen Sonntag hat Venezuelas Präsident Hugo Chávez den bisherigen Außenminister Nicolás Maduro zu seinem Stellvertreter ernannt. Der 49-jährige Maduro, ein ehemaliger Transportgewerkschafter, tritt damit an die Stelle des sozialistischen Politikers Elías Jaua. Dieser soll am 16. Dezember im Bundesstaat Miranda bei der Regionalwahl gegen den am Sonntag unterlegenen Anwärter auf die Präsidentschaft, Henrique Capriles Radonski, antreten. Wer den Posten des Außenministers einnimmt, war zunächst nicht klar.

Der Chávez-Vertraute Maduro war in den Jahren 2005 und 2006 Parlamentspräsident, bevor er zum Außenminister ernannt wurde. Als Chefdiplomat vertrat er in der Öffentlichkeit den anti-imperialistischen Kurs der sozialistischen Regierung. Dementsprechend steht er auch hinter der Unterstützung seines Landes für die Staatsführung in Syrien. Diese Position hatte auch Chávez nach seinem deutlichen Wahlsieg zu Wochenbeginn erneut bekräftigt.

Internationale Medien brachten die Ernennung Maduros unmittelbar mit der Krebserkrankung von Chávez in Zusammenhang. Nach eigenen Angaben hat der Präsident die Krankheit zwar besiegt, Medien in Venezuela heizen Gerüchte über einen vermeintlich weiterhin tödlichen Tumorbefall des Präsidenten jedoch immer wieder an. Befördert werden diese Gerüchte dadurch, dass weder Chávez noch die Regierung Details zum Gesundheitszustand publik machen.

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