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Boliviens Wirtschaft wächst auch 2013 weiter

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Boliviens Wirtschaftsminister Luis Arce
Boliviens Wirtschaftsminister Luis Arce

La Paz. Boliviens Wirtschaft wird nach Schätzungen der Regierung auch 2013 weiter wachsen. Nachdem in diesem Jahr ein Wachstum von 5,2 Prozent erreicht wurde, wird für das kommende Jahr 5,5 Prozent erwartet, hieß es am Mittwoch bei der Einbringung des Haushaltes für 2013. Wirtschaftsminister Luis Arce sagte laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass diese Zahlen über der durchschnittlichen Wachstumsrate in Lateinamerika und natürlich auch der Welt liege. Das Bruttosozialprodukt erreicht demnach 2013 einen Wert von 28,7 Milliarden US-Dollar, Bolivien bleibt aber weiterhin eines der ärmsten Länder Lateinamerikas.

"Bolivien wird dank dem Wirtschaftsmodell der Regierung nicht von der weltweiten Krise getroffen", sagte Arce. Er verwies auf öffentliche Ausgaben für Infrastruktur und Sozialprogramme. Im kommenden Jahr steigen dabei die Ausgaben für öffentliche Investitionen um 10 Prozent auf 3,8 Milliarden US-Dollar, 871 Millionen davon sind für soziale Projekte wie Hausbau und Basisversorgung der Infrastruktur vorgesehen. Die Ausgaben im Haushalt steigen insgesamt auf 25,08 Milliarden, was durch höhere Steuern und Rohstoffeinnahmen finanziert wird.

Unterdessen hat Bolivien Ende Oktober erstmals seit über 100 Jahren Staatsanleihen auf den internationalen Finanzmärkten platziert. Für zehnjährige Anleihen über 500 Millionen US-Dollar muss das Land 4,875 Prozent Zinsen zahlen. Investoren hatten zuvor Interesse an 1,5 Milliarden US-Dollar gezeigt.

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