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05.11.2007 Kolumbien / Venezuela

Delegation der FARC-Guerilla in Venezuela

Präsident Chávez bestätigt Gespräche über Austausch der Gefangenen von Rebellen und Regierung in Kolumbien
Delegation der FARC-Guerilla in Venezuela

Zu Verhandlungen bereit: Revolutionäre Streitkräfte

Caracas/Bogotá. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat zu Beginn der Woche die Präsenz von führenden Mitgliedern der "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) in Venezuela bestätigt. Das berichtete am Sonntag die staatliche Nachrichtenagentur ABN. Die Rebellen hielten sich in Venezuela auf, um mit dem Staatschef Gespräche über einen Austausch der Gefangenen der FARC und der kolumbianischen Regierung zu führen. Entsprechende Gespräche sollten bereits am Sonntag und Montag stattfinden. Über Inhalte und mögliche Ergebnisse wurde noch nichts bekannt.

Der venezolanische Präsident war im August von der kolumbianischen Senatorin Piedad Cordóba gebeten worden, in dem Jahrzehnte währenden Konflikt im Nachbarland zu vermitteln. Ein Austausch der Gefangenen könnte Beginn weiterführender Gespräche zwischen den Konfliktparteien sein, so die Hoffnung. Die FARC-Guerilla hält 45 Kriegsgefangene und Zivilisten fest. Als Gegenleistung für ihre Freilassung verlangt die Organisation, dass die Regierung mehrere Hundert Mitglieder und Unterstützer der Aufständischen aus den Haftanstalten entlässt.

"Venezuela wird zu einem Zentrum der Friedenssuche", sagte Chávez laut ABN. Dies entspreche dem Geist der "bolivarischen Revolution, einer Revolution für den Frieden, die Einheit und das Verständnis", so Chávez.

Neben Vertretern der Guerilla halten sich in Venezuela Verhandlungsführer der zweiten Guerillaorganisation Kolumbiens, des Nationalen Befreiungsheeres (ELN) sowie der französischen Regierung auf, sagte Chávez weiter. Die französische Staatsführung hat starkes Interesse daran, dass ein humanitäres Abkommen zustande kommt: In der Hand der FARC befindet sich seit mehreren Jahren auch die franco-kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt. Auch werden drei US-Bürger festgehalten, die während eines militärischen Einsatzen gefangen genommen wurden.

Die Farc fordern vor Beginn von Verhandlungen über einen Austausch der Gefangenen die Demilitarisierung der Verwaltungsbezirke Pradera und Florida im Cauca-Tal im Südwesten des Landes für 45 Tage. Die Regierung von Präsident Álvaro Uribe hat dies jedoch zurückgewiesen. Die Haltung der kolumbianischen Staatsführung ist das derzeit größte Hindernis für das Zustandekommen eines Abkommens.


Die Originalmeldung der Agentur ABN finden Sie hier.

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