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13.09.2007 Nicaragua / Venezuela

"Venezuela ist in Nicaragua präsent"

Nach Wirbelsturm: Umgerechnet 1,5 Millionen US-Dollar Hilfe für Managua aus Caracas

Caracas/ Managua. Mit umgerechnet 1,5 Millionen US-Dollar wird Venezuela dem mittelamerikanischen Nicaragua helfen, nachdem der verheerende Wirbelsturm "Felix" dieses Land verwüstet hat. Die Hilfsgelder seien auf das Konto einer Privatbank in Managua überwiesen worden, erklärte der venezolanische Botschafter in Managua, Miguel Gómez, am Dienstag.

Der bislang schwerste Wirbelsturm der Saison hatte am 4. September schwere Schäden in Nicaragua angerichtet. Nach Regierungsangaben sind dabei 67 Menschen ums Leben gekommen, 110 gelten noch als vermisst. Gut 162.000 Einwohner sind von den Sturmschäden betroffen. Die Behörden haben Schäden an 20.000 Wohnhäusern festgestellt.

Der Diplomat Gómez informierte bei einer Pressekonferenz in Managua am Dienstag auch über die Arbeit venezolanischer Freiwilliger in dem mittelamerikanischen Land. So leisteten in einem der am schwersten betroffenen Gebiete 20 Brigadisten aus Venezuela Hilfe. Neben Ärzten gehörten zu der Gruppe medizinisches Pflegepersonal und Katastrophenschützer. "Venezuela ist in Nicaragua präsent und wird präsent sein", sagte Gómez.

Venezuela und Nicaragua unterhalten freundschaftliche Beziehungen, seit der sandinistische Politiker Daniel Ortega im Januar dieses Jahres die Präsidentschaft übernommen hat. Wenige Wochen war das mittelamerikanische Land dem Wirtschaftsbündnis ALBA beigetreten, das von Venezuela und Kuba als Gegenmodell zum US-dominierten Freihandelsvertrag ALCA geschaffen wurde.

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