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24.04.2008 Amerikas

"Sozialismus oder Tod"

Boliviens Präsident Evo Morales trägt die Systemkritik in die Vereinten Nationen

New York. Boliviens Präsident Evo Morales hat am Montag am Sitz der Vereinten Nationen in New York dazu aufgerufen, den Kapitalismus zu beseitigen und einen "kommunitären Sozialismus" aufzubauen. Dies sei nötig, "wenn wir unseren Planeten retten wollen", sagte der Staatschef zu Beginn eines zweiwöchigen Forums indigener Völker. Vor den 2500 Delegierten bezeichnete Morales den Kapitalismus laut der französischen Nachrichtenagentur AFP nicht nur als Hauptgrund für den Klimawandel, sondern machte ihn auch für "wachsende Müllberge, Konsumrausch und Verschwendung" verantwortlich. In seiner Rede rief Morales auch dazu auf, sämtliche Kriege auf der Welt zu beenden. Sie brächten nur Profite für "Imperien, transnationale Unternehmen und einzelne Familien, aber nicht für die Völker". Die Milliarden, die derzeit in Kriegen vergeudet würden, sollten besser für den Schutz der Erde verwandt werden.


Den vollständigen Originaltext des Artikels in der Tageszeitung junge Welt finden Sie hier.

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