Kolumbien / Ecuador

Ecuador stellt Bedingungen

Präsident Correa ist unter bestimmten Umständen bereit, die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien wieder aufzunehmen

Quito. Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa nannte am Dienstag (23.12.2008) fünf Bedingungen, die Kolumbien erfüllen muss, damit man die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Länder wieder herstelle könne.

"Kolumbien muss ganz klar zeigen, dass es Ecuadors Souveränität respektiert, indem es gewisse Mindestmaße umsetzt", sagte Außenminister Fander Falconí in einer Stellungnahme unter Berufung auf Präsident Correa. Das Staatsoberhaupt verlangte außerdem von seinem Nachbarland, es möge die Kampagne beenden, die ecuadorianische Regierungsstellen mit den FARC in Verbindung setzt. Des Weiteren soll sich Bogotá verpflichten, das Grenzgebiet "effektiv" zu kontrollieren und Informationen über das Bombardement vom 1. März übergeben.

Quito hatte seinen Botschafter aus Bogotá abgezogen, nachdem die kolumbianische Armee mit US-Unterstützung ein Guerrilla-Camp der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) auf ecuadorianischem Territorium am 1. März 2008 überfallen hatte. Bei dem Luft- und Bodenangriff kamen 25 Menschen ums Leben. Unter den Opfern befand sich auch der FARC-Kommandant Raúl Reyes, der unter anderem mit dem Roten Kreuz und dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez über den Austausch von Gefangenen gegen Guerrilleros, die in kolumbianischen Haftanstalten einsitzen, verhandelte. Die Militäraktion brachte Kolumbien, Ecuador und Venezuela an die Grenze eines regionalen Konflikts.

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