Venezuela / Deutschland

Bundestag-Ausschuss will Venezuela besuchen

CSU-Abgeordneter Oswald: Finanzexperten des Bundestages wollen Anfang 2009 in das südamerikanische Land reisen

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Bundestag-Ausschuss will Venezuela besuchen
Botschafterin Portocarrero und CSU-Mann Oswald

Berlin. Inmitten der internationalen Finanzkrise wurde am Donnerstag die Botschafterin der Bolivarischen Republik Venezuela in Deutschland, Blancanieve Portocarrero, vom Vorsitzenden des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages, MdB Eduard Oswald (CSU), empfangen. Der Christsoziale bekundete dabei sein Interesse, eine Delegationsreise von Mitgliedern des finanzpolitischen Gremiums nach Venezuela zu organisieren.

Oswald sprach von einer guten Gelegenheit, die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu vertiefen. Venezuela erlebe eine sehr bewegte politische Zeit, in der die Umsetzung der Verfassung das vorrangige Thema sei, bestätigte der Abgeordnete. Botschafterin Portocarrero zeigte sich ihrerseits erfreut über die Einladung und hob die politische, wirtschaftliche und soziale Dynamik des venezolanischen Prozesses hervor, der von der massiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger lebe. Venezuela habe in den vergangenen Jahren ein stetiges Wirtschaftswachstum verzeichnen können und die Erwerbslosigkeit läge stabil bei etwa 7,5 Prozent. Die internationalen Währungsreserven beliefen sich auf fast 40 Milliarden US-Dollar, was u.a. auf die Währungsumstellung sowie die auf Ausgleich, Solidarität und Gegenseitigkeit beruhenden Beziehungen mit den anderen Ländern Lateinamerikas zurückzuführen sei.

Der deutsche Abgeordnete nutzte die Gelegenheit der Zusammenkunft mit der venezolanischen Diplomatin, um das Interesse des Finanzausschusses zu bekunden, mit einer hochrangigen Delegation unter seiner Leitung Venezuela zu besuchen. Eine solche Visite könnte bereits im Februar 2009 stattfinden.

Die Begegnung mündete in einen Ideenaustausch über die internationale Finanzkrise, bei dem sich beide Seiten einig waren, dass die Lösung nur durch gemeinschaftlich getroffene Entscheidungen und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ländern gefunden werden könne. Botschafterin Portocarrero hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung der multipolaren Orientierung der venezolanischen Außenpolitik für die Bewältigung der Krise hervor, die sich neben dem Bereich des Finanzwesens auch auf die Bereiche der Energie sowie der Lebensmittel- und Trinkwasserversorgung erstrecke.


Die Pressemitteilung der venezolanischen Botschaft in Berlin finden Sie hier.

Bildquelle: Botschaft Venezuelas

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