Amerikas

Ecuador: Neue Verfassung angenommen

Nach ersten Umfragen haben 67,6 Prozent der Ecuadorianer der neuen Verfassung zugestimmt

Quito. Nach aktuellen Umfrageergebnissen haben mehr als zwei Drittel der Wähler in Ecuador der neuen Verfassung zugestimmt. Präsident Rafael Correa bezeichnete das Ergebnis als den Beginn eines "neuen Ecuador". Die korrupten alten Strukturen seien an der Wahlurne besiegt worden.

Der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten, José Miguel Insulza, gratulierte dem ecuadorianischen Präsidenten zu seinem "umfassenden Sieg" im Referendum. Auch die Vertreter der bürgerlichen Opposition anerkannten ihre Niederlage. Der Bürgermeister von Guayaquil, Jaime Nebot, gab bekannt, dass er das Ergebnis respektieren werde und bat um einen Dialog mit der Regierung.

Die neue Verfassung, bestehend aus 440 Artikeln, war seit 2006 unter Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen ausgearbeitet worden. Im Mittelpunkt stehen der Schutz der sozialen Rechte und die Interessen verschiedener Minderheitengruppen. Mit dem neuen Grundgesetz soll Ecuador zu einer sozialen und partizipativen Demokratie entwickelt werden. Insbesondere die bürgerliche Opposition und Teile der Kirche hatten mit einer radikalen Medienkampagne ihre Verabschiedung zu verhindern versucht.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr