Venezuela

UN bestätigen Venezuelas Erfolge

Präsident Chávez verweist in seiner jährlichen Regierungsbilanz auf Fortschritte bei der Armutsbekämpfung

un-bestatigen-venezuelas-erfolge_0.jpg

UN bestätigen Venezuelas Erfolge
Zieht positive Bilanz: Chávez am Dienstag (mit Präsidentin des Parlaments, Cilia Flores)

Caracas. Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat in seinem Rechenschaftsbericht gegenüber dem Parlament eine positive Bilanz seiner Regierung im vergangenen Jahr 2008 gezogen. Vor den Abgeordneten der Nationalversammlung verwies er am Dienstag auf den gestiegenen Lebensstandard in dem südamerikanischen Land. Auch die Arbeitsmarktzahlen und die soziale Ungleichheit haben sich zum Positiven verändert, so Chávez, der mehrfach den Vergleich zu seinen Vorgängerregierungen zog. Allein die Inflation sei mit 31 Prozent nach wie vor hoch.

Nach der geltenden Verfassung (Artikel 237) muss der Staatschef in Venezuela jährlich einen Rechenschaftsbericht abgeben. Mit sieben Stunden Redezeit nutzte Chávez diese Möglichkeit am Dienstag ausgiebig. Geladen waren zu der Sondersitzung der Nationalversammlung Vertreter diplomatischer Vertretungen in Venezuela, das Kabinett, Mitglieder der regierenden Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV) sowie Basisaktivisten.

Nach Angaben des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) liege Venezuela inzwischen auf dem 61. Platz von 179 Staaten und schneide damit besser als 118 Staaten ab. Dies sei vor allem der erfolgreichen Armutsbekämpfung geschuldet, so Chávez. In den zehn Jahren seit Antritt seiner Regierung seien gut 2,7 Millionen Bürger der Armut entronnen. Im Jahr 2008 konnten somit statistisch gesehen pro Tag 1.190 Menschen ihr Leben in Armut hinter sich lassen. Nach wie vor aber litten in Venezuela 9,1 Prozent der Bevölkerung unter extremer Armut, sagte der Staatschef, um weitere Maßnahmen anzukündigen. Zugleich verwies er darauf, dass noch in den 1990er Jahren 42 Prozent der Bevölkerung dieses Schicksal ereilt hatte.

Einen ähnlichen Vergleich zog er in Bezug auf die Inflation. Sie habe vor seinem Regierungsantritt im Februar 1999 zeitweise über 100 Prozent gelegen. Auch wenn die 31 Prozent im vergangenen Jahr dem entgegen gering seien, müsse diese Quote gesenkt werden.

Positiv bewertete Chávez die Arbeitsmarktpolitik. Die Arbeitslosenquote habe im vergangenen Jahr mit 6,8 Prozent ein historisches Tief erreicht. In den USA seien in Folge der Weltwirtschaftskrise im gleichen Zeitraum 2,6 Millionen Arbeitnehmer entlassen worden. "In Venezuela", so Chávez Bilanz, "gibt es keine solche Rezession."


Mit Material der staatlichen venezolanischen Nachrichtenagentur ABN. Weitere Bilanzangaben finden Sie (in Spanisch) hier.

Bildquelle: ABN

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr