Kolumbien

Kolumbien: Farc übergeben Gefangenen

Guerilla entlässt Pablo Moncayo. Letzte einseitige Maßnahme der Farc

Florencia. Die kolumbianische Guerilla-Organisation Farc hat einen weiteren ihrer Gefangenen freigelassen. Nach Informationen des kolumbianischen Rundfunks wurde der Feldwebel der kolumbianischen Streitkräfte, Pablo Moncayo, am heutigen Dienstag in der Nähe von Florencia, im Südosten Kolumbiens, an eine internationale Kommission übergeben. Verzögert wurde die einseitige Gefangenenfreilassung durch das Wetter: Der brasilianische Hubschrauber, der den Freigelassenen abholen sollte, konnte am Dienstag Morgen nicht starten, da ein Unwetter über die Region zog. Seit Montag Abend unterbrach das Militär alle Operationen in dem Gebiet für 36 Stunden.

An der Mission beteiligen sich neben dem brasilianischen Flugpersonal die kolumbianische Abgeordnete Piedad Córdoba (Liberale), eine Delegation des Internationalen Roten Kreuzes, ein Vertreter der katholischen Kirche sowie Familienangehörige von Moncayo. Der Feldwebel befand sich seit 12 Jahren in den Händen der Farc und ist damit die Person mit der längsten Gefangenschaft bei der Guerilla-Organisation. Weitere 21 Gefangene aus den Reihen der kolumbianischen Armee und der Polizei befinden sich noch unter der Kontrolle der Aufständischen.

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Bereits am vergangenen Sonntag hatte die Guerilla einen Soldaten entlassen. Gemeinsam mit Moncayo sollte zunächst auch die Leiche eines weiteren Soldaten übergeben werden. Allerdings erklärten die Farc heute, dass in dem betreffenden Gebiet zu viele Militäroperationen stattfinden, um das Vorhaben durchzuführen. Nach Informationen von Piedad Córdoba soll es von Seiten der Farc keine weiteren Freilassungen ohne Bedingungen geben. Die Farc streben einen humanitären Austausch der verbliebenen Gefangenen gegen Mitglieder ihrer Organisation an, die in kolumbianischen Gefängnissen sitzen.


Bildquelle: noticias.cibercuba.com

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