Projekt "Brücken bauen!"

Berlin: Medizinische Zusammenarbeit mit Venezuela

In den letzten Jahren sind Kürzungen und Privatisierungen in Europa Realität. Eine Entwicklung, die als zwangsläufig und unumgehbar interpretiert und dargestellt wird. Es geht auch anders: So zeigt die Entwicklung in vielen lateinamerikanischen Ländern eine Tendenz, die dem Privatisierungswahn entgegensteht. In Venezuela ist das Recht auf kostenlose Gesundheitsversorgung und Bildung ein Grundrecht, das durch die Verfassung festgeschrieben ist. Eine Verfassung, die unter aktiver und großer Beteiligung der Bevölkerung neu konstituiert wurde.

Heute haben alle VenezolanerInnen kostenlosen Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung - von der Grundversorgung bis zur Herzoperation, von der Grundschule bis zur Universität. Diese Errungenschaften basieren auf der Zusammenarbeit von staatlichen Programmen und demokratischen Basisinitiativen. Einnahmen des Staates fließen heute direkt in Bildungs-, Gesundheits- und weitere Sozialprogramme.

Um diese Entwicklung zu unterstützen reiste eine Fachgruppe deutscher und spanischer Fachkräfte des Gesundheitswesens erstmals 2007 nach Venezuela, um dort Workshops anzubieten, die den Startschuss für die Ausbildung der „Defensores de la salud“, den neuen GesundheitsarbeiterInnen Venezuelas, geben sollten, die ihren Aufgabenbereich in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie im Bereich Prävention und Assistenz findet.

Die Lehrinhalte des Pilotprojektes waren innovative Physiotherapie, nichtmedikamentöse Schmerztherapie und Prävention in Theorie und Praxis.

Langfristig sieht die Projektgruppe ihre Aufgabe darin, eine Kombination aus schulmedizinischen und alternativmedizinischen Lehrinhalten anzubieten. Wichtig ist, dass das gelernte durch MultiplikatorInnen leicht weiterzugeben ist, keine Abhängigkeiten schafft und kein großes Equipment erfordert.

Das Pilotprojekt war ein großer Erfolg und wird deshalb kontinuierlich fortgesetzt und erweitert. In Kooperation mit der deutschen Sektion der „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung“ (IPPNW) soll eine kontinuierliche Zusammenarbeit gefestigt werden. Neben weiteren Lehrgängen bietet die Projektgruppe Informationsveranstaltungen an, in denen über die geleistete Arbeit berichtet wird und die einen Dialog über Alternativen im Gesundheits- und Bildungsbereich fördern sollen.

Die Projektgruppe vereint die Überzeugung, dass Gesundheit und Bildung Menschenrechte sind, die jedem/jeder zur Verfügung stehen müssen. Medizinische Versorgung und gesellschaftliche Entwicklung sind untrennbar miteinander verbunden. Sie bedingen sich gegenseitig. Isolierten medizinischen Hilfsprogrammen stehen die Akteure kritisch gegenüber und nehmen Forderungen der WHO ernst einen Zugang zu Gesundheit für alle Menschen schaffen zu wollen. Gesundheit, Bildung, Wohnsituation etc. sind zentrale Garanten von Wohlstand und subjektiven Wohlbefinden der Bevölkerung eines Landes.

Bislang wird die Arbeit ehrenamtlich geleistet. Da beträchtliche Kosten zusätzlich entstehen, ist das Engagement der Projektgruppe auf Ihre Unterstützung angewiesen. Unterstützen Sie das Projekt durch Ihre aktive Mitarbeit oder durch Ihre Spende (steuerabzugsfähig):

IPPNW e.V Deutschland  
Kto.-Nr.: 50230 333  
BLZ: 665 512 90  
Stadtsparkasse Gaggenau  
Stichwort: AK „Süd-Nord“ - Venezuela-Projekt  
Die Spende mitteilen an: IPPNW e.V, Körtestr. 10, 10967 Berlin, Tel.: 030/6930244 (Bescheinigung kommt, falls ohne Eilvermerk, im Januar des Folgejahres)

Kontakt:

brueckenbildung@gmx.de
http://www.brueckenbildung.de

Das Projekt wurde bislang unterstützt von:

Ak Süd-Nord der Deutschen Sektion der Internationalen Ãrzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ãrzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Arbeitskreis Gesund und Munter, Aktion Selbstbesteuerung e.V., Alexander von Humboldt Gesellschaft, Asta FU Berlin, autofocus Videowerkstatt e.V., Botschaft der bolivarischen Republik Venezuelas, Gesundheitsministerium der bolivarischen Republik Venezuelas, Stipendiatischer Arbeitskreis Internationalismus der Rosa- Luxemburg- Stiftung, Solidaritätsfond der Hans-Böckler-Stiftung, Studierende an der Humboldt Universität/Charité Berlin, Studienwerk der Rosa- Luxemburg- Stiftung, Top Physio, Venezuela Avanza.

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