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Argentinien: Resistencia y Justicia (2)

Berlin: Zeitzeugenveranstaltung über Widerstand und Repression während der Militärdiktatur

Mit:

Maria Ester Tello, während der Militärdiktatur in der anarchistischen Gruppe Resistencia Libertaria aktiv und seit der Verschleppungen ihrer Kinder bei den Müttern vom Plaza de Mayo engagiert.

Andrea Benites-Dumont, vor dem Militärputsch Aktivistin in StudentInnengruppen, im April 1976 verhaftet und in einem "Geheimen Lager" inhaftiert. Seit ihrer Ankunft im spanischen Exil aktiv bei der Menschenrechtsorganisation Comisión Argentina de Derechos Humanos (CADHU) und bei den Madres de la Plaza de Mayo.

Die Buchmesse 2010 hatte unter dem Motto "was es nicht ist, aber was es werden könnte" Argentinien als Gastland präsentiert. Zu Argentinien gehört neben Luis Borge und Tango auch eine der brutalsten Militärdiktaturen des 20. Jahrhunderts, die mehr als 30.000 Opfer forderte. Die Militärjunta schuf ein geheimes Lagersystem von etwa 340 Folterzentren, in denen Menschen systematisch gefoltert, verschleppt und ermordet wurden.

Wir wollen durch zwei Diskussionsveranstaltungen und zwei Film- und Buchpräsentationen über Widerstand und Repression während der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) berichten und daran erinnern, dass die BRD-Regierung zu den prominenten Unterstützern des argentinischen Militärregimes gehörte. Sie vergab nicht nur hohe Kredite an die argentinische Militärjunta, sondern unterließ jegliche Nachforschungen nach dem Verbleib der im Widerstand aktiven Menschen mit deutschem Pass. Dieses Jahr wird den Tätern von damals in Argentinien endlich der Prozess gemacht.

Termindaten
Datum: 
25.10.2010, 19:00
Stadt: 
Berlin
Veranstaltungsart: 
Informationsveranstaltung
Veranstaltungsort: 
Festsaal Kreuzberg, Skalitzer Straße 130, Berlin (U-Bhf. Kottbusser Tor)
Veranstalter: 
Antifaschistische Linke Berlin [ALB], Avanti Berlin, Buchladen Schwarze Risse, in Zusammenarbeit mit dem Verlag Laika und der Rosa Luxemburg Stiftung
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