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15.01.2011 Deutschland / Mexiko / Soziales

Ni una Muerta más!

Internationaler Aufruf: Protest vor mexikanischen Botschaften und Konsulaten gegen zunehmende Ermordung von Frauen in Ciudad Júarez

Am 16. Dezember 2010 wurde Marisela Escobedo Ortiz , vor dem Regierungspalast in Chihuahua- Stadt (Mexiko) von einem Unbekannten erschossen. Marisela hatte sich seit der Ermordung ihrer Tochter Rubi Frayre im Jahr 2008 zum Kampf gegen Korruption, Straflosigkeit und Gewalt gegen Frauen aufgemacht. Besonderes Anliegen war ihr die Festnahme und Bestrafung des geständigen aber flüchtigen Mörders ihrer Tochter. Marisela war zwei Wochen zuvor vor dem Regierungsgebäude in Streik getreten " Ich werde mich nicht von der Stelle bewegen, bevor der Mörder meiner Tochter nicht festgenommen wird", waren ihre Worte, während sie Ihr kleines Protest-Camp aufschlug.

Nur 20 Tage später wurde der Leichnam der 36-jährigen Susana Chávez vergewaltigt und erwürgt aufgefunden. Mittlerweile sind drei Täter identifiziert und in Haft. Susana war Dichtern, Lektorin und Aktivistin, und seit Jahren in die lokalen Mobilisierungen zu den Frauenmorden in Ciudad Júarez involviert. Der weltweit bekannte Satz "Ni una Muerta más", "Nicht eine Tote mehr" stammt aus ihrer Feder.

Fast genau ein Jahr vor dem Mord an Susana, am 4. Januar 2010, wurde die Menschenrechtsaktivistin Josefina Reyes im Valle de Ciudad Júarez ermordet.

Im Vergangenen Jahr 2010 erreichte die Gesamtzahl an offiziell gemeldeten Morden an Frauen in Ciudad Juarez und Umgebung mit 306 Morden ihren Höhepunkt.

Termindaten
Datum: 
15.01.2011 (All day)
Stadt: 
Diverse
Veranstaltungsart: 
Kundgebung
Veranstaltungsort: 
diverse
Veranstalter: 
Internationale Solidaritätsbewegung
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