Count-down am Xingu

Frankfurt/Main: Martin Keßler spricht über Erfahrungen, zeigt Videoausschnitte und berichtet über sein aktuelles Filmprojekt

Martin Keßler ist gerade zurück von Dreharbeiten aus Brasilien zu "Count down am Xingu": einer aktuellen Reportage über "Belo Monte", das drittgrösste Staudammprojekt der Welt, mit dessen Bau die brasilianische Regierung jetzt in Amazonien beginnen will. Um internationale Bergbaukonzerne und Industrien mit billigem Strom zu versorgen. Dafür sollen Hunderte Quadratkilometer Urwald geopfert werden und der bislang völlig unberührte Fluss Xingu zu einem riesigen See aufgestaut werden. Dagegen kämpfen Flussanwohner und Indigene. An dem umstrittenen Staudammprojekt will sich auch der  deutsche  Turbinenbauer Voith Hydro, eine Tochter des Siemens – Konzerns, beteiligen.

Im Herbst 2003 begann Filmemacher Martin Keßler mit seiner filmischen Langzeitbeobachtung Neue WUT über soziale Proteste in Deutschland. Von den Demos gegen Hartz IV und Studiengebühren in Hessen bis hin zu aktuellen Sozialprotesten gegen die Wirtschafts- u. Finanzkrise. Doch ausgerechnet jetzt, wo die Medien vor "Wut-Berichten" schäumen, fällt es zunehmend schwer, die Langzeitbeobachtung fortzusetzen.

Martin Keßler spricht über seine Erfahrungen, zeigt Videoausschnitte und berichtet über sein aktuelles Filmprojekt "Count down am Xingu", dem Widerstand gegen das drittgrößte Staudammprojekt der Welt in Amazonien, Brasilien.

Termindaten
Datum: 24.02.2011, 20:00
Stadt: Frankfurt/Main
Veranstaltungsart: Informationsveranstaltung
Veranstaltungsort: Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt am Main
Veranstalter: Club Voltaire in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung