Die globale Krise der Demokratie

Berlin: Tagesseminar mit: Harald Neuber (Journalist) und Dario Azzellini (Politikwissenschaftler)

Globalisierungsprozess, multinationale Konzerne, internationale Wirtschaftsabkommen und die damit verbundene globale Ökonomisierung der Politik und des Sozialen beeinflussen die gesamtgesellschaftliche Entwicklung unserer Welt. Die Korrosion des Sozialstaates, zunehmende prekäre Beschäftigungsverhältnisse, die Begrenzung der grundlegenden Freiheiten in Name der Sicherheit, die Vertiefung der Armut sowohl in der "3. Welt" als auch in den Industrieländern, sind einige Gesichter dieser Krise.

Einige Länder Lateinamerikas, wie z. B. Venezuela, Bolivien und Ecuador, unternehmen Reformen jenseits des neoliberalen Kapitalismus, in anderen Ländern kann man zumindest eine Distanzierung feststellen. Die Rebellion der nordafrikanischen Völker zeigt ohne Zweifel die Entschlossenheit nicht nur mit den Tyrannen abzurechnen, sondern gleichzeitig ihren Anspruch auf eine demokratische Ordnung und die volle Gültigkeit der Menschenrechte zu erzwingen. Die Proteste in einigen Ländern Südeuropas (Griechenland, Italien, Spanien) zeigen uns außerdem, dass die Suche nach Alternativen nicht nur in der sog. Peripherie stattfindet.

Heutzutage wird die Krise der Herrschenden auf ideologischer Ebene deutlich sichtbar. Zahlreiche intellektuelle Persönlichkeiten des konservativen Lagers und bekannte Journalisten stellen die Fähigkeit des kapitalistischen Systems, die Probleme der Gegenwart zu lösen, offen in Frage.

Wie sehen die Antworten aus?

Diese Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Teilnahme frei. Anmeldung unter: global[a.t]bildungswerk-boell.de

Termindaten
Datum: 29.10.2011, 11:00 - 18:00
Stadt: Berlin
Veranstaltungsart: Seminar
Veranstaltungsort: Haus der Demokratie und Menschenrechte - Seminarraum, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin
Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
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