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Gewalt, Kriminalität und Repression im Norden Mexikos

Nürnberg: Ein Augenzeugenbericht von Silvia Méndez vom mexikanischen Menschenrechtszentrum Paso del Norte
Paso del Norte, Mexiko
Quelle: pbi Mexiko

Die mexikanische Menschenrechtsorganisation Paso del Norte (dt: Nördlicher Weg) begleitet Opfer von Folter und Angehörige gewaltsam Verschwundener. Sie gründete sich in der Grenzstadt Ciudad Juárez im Bundesstaat Chihuahua, um die Menschen in der von Gewalt geprägten Stadt zu unterstützen. Gewalt, Kriminalität und Repression sind dort an der Tagesordnung, Korruption und Straflosigkeit sind weit verbreitet.

Die Praxis des gewaltsamen Verschwindenlassens ist kein unbekanntes Phänomen in Mexiko: Ende September 2014 wurden 43 Studenten nach Protesten in der südlich von Mexiko-Stadt gelegenen Provinzstadt Iguala von mutmaßlichen staatlichen Sicherheitskräften verschleppt. Ciudad Juárez selbst erlangte traurige Berühmtheit durch die hohe Zahl verschwundener Mädchen und Frauen.

Da die Mitarbeitenden von Paso del Norte aufgrund ihres Engagements häufiger Bedrohung ausgesetzt sind, erhält die Organisation seit 2013 internationale Schutzbegleitung durch peace brigades international.

Silvia Méndez Hernández stammt aus Ciudad Juárez und begann nach langjähriger Tätigkeit in der Billiglohnindustrie, Sozialwissenschaften zu studieren und Basisprojekte zu koordinieren. Seit 2004 ist sie feste Mitarbeiterin bei Paso del Norte.

Eintritt frei - Spenden erbeten
Sprache: Spanisch mit Übersetzung ins Deutsche

Termindaten
Datum: 
29.11.2014, 18:00 - 20:00
Stadt: 
Nürnberg
Veranstaltungsart: 
Vortrag und Diskussion
Veranstaltungsort: 
Bürgerzentrum Villa Leon, Philipp-Körber-Weg 1, 90439 Nürnberg (U2, U21, U3, Haltestelle Rothenburger Straße)
Veranstalter: 
peace brigades international (pbi) - Deutscher Zweig e.V.
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