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Von Friedensverträgen und Bauernopfern

Wien: Michaela Söllinger berichtet über internationale Schutzbegleitung in Kolumbien
Friedensgemeinde San José de Apartadó

Friedensgemeinde San José de Apartadó

Quelle: Internationaler Versöhnungsbund

Als internationale Schutzbegleiterin hat Michaela Söllinger von März 2013 bis Oktober 2015 ländliche und städtische Gemeinden, u.a. in San José de Apartadó, Buenaventura und Barranquilla begleitet, die gewaltfrei ihr Recht auf Leben, Land und Würde verteidigen.

80 Prozent der Opfer des bewaffneten Konfliktes in Kolumbien sind ZivilistInnen – in der Mehrzahl Kleinbauern und –bäuerinnen, indigene Gemeinschaften und AfrokolumbianerInnen. Ob ein Friedensvertrag, ausgehandelt unter Ausschluss der Betroffenen, zu mehr politischer und sozialer Gerechtigkeit führen wird, bleibt offen. Denn die Aussicht auf das Ende des bewaffneten Konfliktes hat die Begehrlichkeiten der Rohstoff- und Agroindustrie geweckt. Dem Ziel des wirtschaftlichen Wachstums in einer Welt des Wettbewerbs steht die kleinbäuerliche Bevölkerung im Weg und wird – wo immer es geht – vertrieben.

Michaela Söllinger wird über die vielfältigen zivilgesellschaftlichen Strategien zum Aufbau eines gerechten und nachhaltigen Friedens "von unten" berichten und den Beitrag der Schutzbegleitung erläutern.

Termindaten
Datum: 
19.04.2016, 18:30 - 21:00
Stadt: 
Wien
Veranstaltungsart: 
Informationsveranstaltung
Veranstaltungsort: 
C3 - Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien
Veranstalter: 
Internationaler Versöhnungsbund, Dreikönigsaktion
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