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07.07.2016 Deutschland / Mexiko / Kultur

Deutsche archäologische Forschung zu den Maya auf der Halbinsel Yucatán

Berlin: Vortrag von Dr. Iken Paap innerhalb der Vortragsreihe zur Ausstellung "Die Maya – Sprache der Schönheit"

Seit 2012 arbeitet ein deutsch-mexikanisches Team in Dzehkabtún, einem Fundort der prä- bis spät-endklassischen Maya-Kultur, im heutigen Bundesstaat Campeche. Dieses Projekt ist das jüngste in einer 120jährigen Forschungstradition, beginnend mit Teobert Maler und Eduard Seeler, deren Nachlässe in Berlin bewahrt werden. Teobert Malers Fotografien von Dzehkabtún aus dem Jahr 1887 stellen die erste wissenschaftliche Dokumentation zu diesem Fundort dar. Ging es Maler damals vor allem um eine erste Bestandaufnahme und Beschreibung der größtenteils noch unter dem dichten Wald der Halbinsel Yucatán verborgenen Ruinen, interessieren sich die heutigen Forscher um die Grabungsleiterin Dr. Iken Paap (Ibero-Amerikanisches Institut) in erster Linie für die sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhänge dieser Siedlung - insbesondere für die Ursachen und Folgen des Umbruchs am Ende ihrer Blütezeit um 900 n. Chr. In dieser Zeit wurden große Teile des Ortes aufgegeben, insbesondere im seit der mittleren Klassik erbauten repräsentativen Zentrum. Teile der älteren Gebäude wurden anschließend mit niedrigen Strukturen überbaut wie sie für die Postklassik auf der nördlichen Halbinsel charakteristisch sind. Dass dieser Umbruch auf eine Zeit von wirtschaftlichem Mangel folgte und wahrscheinlich auch nicht friedlich verlief, zeigen die Ergebnisse der jüngsten Grabungen im Frühjahr 2016.

In Zusammenarbeit mit Berliner Festspiele / Martin-Gropius-Bau

Termindaten
Datum: 
07.07.2016, 19:00
Stadt: 
Berlin
Veranstaltungsart: 
Vortrag
Veranstaltungsort: 
Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin
Veranstalter: 
Ibero-Amerikanisches Institut
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