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Antifaschistisches Exil in Lateinamerika

Berlin: Das Engagement des mexikanischen Botschafters Gilberto Bosques. Vortrag und Gespräch mit Dr. Winfried Hansch
Gilberto Bosques (1892-1995)

Gilberto Bosques (1892-1995)

Quelle: UNAM
Lizenz: CC by-sa 2.5

Der Generalkonsul Mexikos in Frankreich, Gilberto Bosques, (1892-1995) und seine Mitarbeiter im Konsulat in Marseille haben von 1938 bis 1942 über 45.000 Flüchtlingen, Antifaschisten, Juden, Interbrigadisten aus Spanien, Anhängern der Spanischen Republik, Hunderten Österreichern, Deutschen und vielen Berlinern mit der Visa-Erteilung Schutz und Asyl in Mexiko gewährt. Darunter waren auch bekannte Schriftsteller, Politiker oder Künstler wie Anna Seghers, Ludwig Renn, Bodo Uhse, Steffie Spira, Hanns Eisler, Franz Feuchtwanger, Leo Zuckermann, Gustav Regler, Paul Merker, Charlotte und Walter Janka, Jeanne und Kurt Stern, Paul Westheim, Franz Werfel, Alfred Döblin und viele andere mehr.

Für alle war es ein "Visa al paraiso", ein Visum für das Paradies. Das Parlament Mexikos und Präsident Lázaro Cárdenas, wie auch sein Nachfolger Manuel Ávila Camacho verkörperten mit ihrer gegen den Faschismus in Italien, Spanien und Deutschland gerichteten Politik das freie, hochherzige Mexiko dieser Zeit.

Dr. Winfried Hansch, ab 1976 Autor zahlreicher Studien zu Lateinamerika, speziell zu Argentinien, Mexiko und Beziehungen USA – Lateinamerika sowie BRD - Lateinamerika. Er war 11 Jahre im diplomatischen Dienst der DDR in Argentinien und Mexiko tätig; seit 2007 Vorsitzender der Alexander-von-Humboldt-Gesellschaft.

Termindaten
Datum: 
26.01.2017, 19:30
Stadt: 
Berlin
Veranstaltungsart: 
Vortrag und Diskussion
Veranstaltungsort: 
Galerie Olga Benario, Richardstr. 104, Berlin 12043. Fahrverbindungen: U 7, Karl-Marx-Straße (Ausgang "Kienitzer Straße" und durch die Passage)
Veranstalter: 
Galerie Olga Benario, Alexander-von-Humboldt-Gesellschaft e.V.
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