Rohstoffausbeutung und Konflikt in Kolumbien

... nach dem Friedensabkommen von 2016. Erfahrungen und Perspektiven aus verschiedenen Regionen (Virtuelle) Rundreise mit Referent:innen aus Kolumbien

Kolumbien erlebt eine neue Eskalation des bewaffneten Konflikts. Trotz mehrerer Friedensabkommen mit paramilitärischen und Guerilla-Gruppen bleiben die Motive des Krieges bestehen: Extreme soziale Ungleichheit bei Ausbeutung von Rohstoffen für den Export und Zerstörung der Lebensgrundlage vor allem von  Bäuerinnen und Bauern, Indigenen und Afrokolumbianer:innen. Soziale Kontrolle und Verfolgung von Aktivist:innen sollen verhindern, dass der Widerstand der Betroffenen Erfolg zeigt. Außerdem trägt der Rohstoffabbau entscheidend zur Klimakrise bei, die Entwaldung wirkt sich massiv auf Wasserquellen und die biologische Vielfalt aus.

Die betroffenen Gemeinden brauchen Solidarität und internationale Zusammenarbeit.

Aus diesem Grund reisen wir (virtuell) durch verschiedene Regionen in Kolumbien und sprechen mit Aktivist:innen vor Ort über #Klimasolidarität, #Klimagerechtigkeit und #Unternehmensverantwortung*. Diese Konzepte werden in einem weiteren Seminar diskutiert, das von der Analyse des Konflikts in Kolumbien als sozio-ökologischem Konflikt ausgeht und den Blick auf die Bedeutung der Beteiligung der Diaspora und der internationalen Gemeinschaft richtet.

Die Kernfragen: Wie ist die Lage in der Region? Welche Veränderungen haben sich nach den Friedensabkommen vollzogen? Wie haben die Ausbeutung von Rohstoffen, die illegalen Monokulturen oder die Agrarindustrie die Suche nach Frieden und Nicht-Wiederholung behindert?

Die Konzepte #Klimasolidarität, #Klimagerechtigkeit und #Unternehmensverantwortung werden im Seminar am 28.11.2020 erweitert. Darüber hinaus wird der kolumbianische Konflikt als sozio-ökologischer Konflikt analysiert und es wird über die Bedeutung des Engagements der Kolumbianer:innen im Ausland und der internationalen Gemeinschaft diskutiert.

Stationen

09.11. - Auswirkungen der Mega-Staudämme im Norden Antioquias
Kurze Einführung in die sozialen und ökologischen Auswirkungen von Megadämmen
Berlin/online — 20:00 Uhr

12.11. - Auswirkungen illegaler Monokulturen auf indigene Gemeinschaften in den Regionen Cauca und Nariño
Online — 19:00 Uhr

17.11. - Extraktivismus der natürlichen Ressourcen und Konflikt
Das Beispiel Nickel im Departement Córdoba
Online — 18:30 Uhr

20.11. - Auswirkungen ausgedehnter legaler Monokulturen auf ethnische und ländliche Gemeinschaften
Frankfurt/Online — 19:00 Uhr

24.11. - Auswirkungen des legalen und illegalen Goldabbaus in der Kaffeeregion
Kurze Einführung zu der Rolle der Widerstandsbewegungen
Online — 19:00 Uhr

28.11. - Seminar: Sozio-ökologische Konflikte im Land und Perspektiven aus dem Ausland
Online — 14:00 bis 17:30 Uhr

03.12. - Kohlebergbau im Nordosten Kolumbiens und die Verletzung kollektiver und individueller Rechte
Kurze Einführung in die Energiepolitik Deutschlands und ihr Verhältnis zur kolumbianischen Kohle
Tübingen/online 19:00 Uhr

Anmeldung hier:
https://frama.link/Anmeldung_Registro

Termindaten
Datum: 09.11.2020, 20:00 - 03.12.2020, 20:00
Stadt: Berlin et al Wolrdwideweb
Veranstaltungsart: Virtuelle Rundreise Informations- und Diskussionsveranstaltung
Veranstaltungsort: Internet
Veranstalter: Ökumenisches Büro für Frieden, Gerechtigkeit e.V.
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