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US-Journalist Max Blumenthal mit aktuellen Einschätzungen aus Venezuela

Guaidós Strategie zeigte "gewisse Verzweiflung". Im Land gebe es "keine humanitäre Krise", vielmehr "eisernen Vorgang" der Medien gegenüber Venezuela

Das Videoportal AcTVism in einem exklusiven Interview mit dem preisgekrönten und unabhängigen Journalisten, Bestsellerautor und Gründer von Grayzone Project, Max Blumenthal, über seinen kürzlichen Aufenthalt in Venezuela.

Nach Einschätzung von Blumenthal haben die venezolanischen Kräfte um den Parlamentspräsidenten Juan Guaidó und dessen internationale Unterstützer, allen voran die USA, die Basis in der Bevölkerung für den amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro unterschätzt.

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US-Journalist Blumenthal berichtet von seinen Eindrücken in Venezuela (Screenshot)
US-Journalist Blumenthal berichtet von seinen Eindrücken in Venezuela (Screenshot)

Die Regime Change Strategie für Venezuela unterläge bereits einer "gewissen Verzweiflung", so der Journalist. Gleichwohl schildert dieser, wie die Erdöl-basierte Ökonomie die Lebensmittelversorgung unter dem Druck der Sanktionen nicht eigenständig entwickeln kann:

"Venezuela ist ein Erdölstaat, die Agrarwirtschaft ist sehr schwach. Man schaffte es nicht, die Menschen dazu zu bringen, auf das Land zu ziehen und die Art von Nahrungsmittelsouveränität zu erzeugen, die sie bräuchten, um sich gegen diese Sanktionen zu wehren. Ein weiteres innenpolitisches Thema, das viele Leute debattieren: Wie strukturieren wir die Gesellschaft um, damit wir diesem Kampf um unsere Nahrungsmittelversorgung begegnen können?"

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