Kolumbien - Kohle und Vertreibung

Internationale Konzerne verkaufen in Kolumbien geförderte Kohle auch nach Deutschland. Gewalt gegen Menschen in Abbaugebieten

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Kohletagebau internationaler Konzerne in Kolumbien
Kohletagebau internationaler Konzerne in Kolumbien

Immer wieder dokumentieren Berichte die verheerende Folgen der Kohleproduktion in Kolumbien. Seit Deutschland den Atomausstieg beschlossen hat, wird der fossile Brennstoff Steinkohle verstärkt importiert. Aber zahlreiche Menschen sind in den Kohlegebieten von Vertreibungen betroffen, Gewerkschaftler, die gegen die Arbeitsbedingungen protestieren, werden von Paramilitärs bedroht, manche ermordet.

Eine Sendung des Weltspiegel berichtete bereits 2011 über diese Verhältnisse. Darüber hinaus dokumentiert sie die Bekundungen von Sprechern der transnationalen Bergbauunternehmen, sie hätten aus Fehlern der Vergangenheit gelernt, die Bedürfnisse der örtlichen Bevölkerung und Anliegen des Umweltschutzes zu berücksichtigen. Ein Vergleich mit den aktuellen Verhältnissen ist aufschlussreich.

Tatsächlich gilt nach wie vor, dass ganze Ortschaften unter den Baggern verschwinden, während die Bewohner oft gewaltsam vertrieben werden. Nach neuen Berichten nimmt gerade in den letzten Monaten die Militarisierung der kolumbianischen Bergbauregionen zu. Die von Paramilitärs ausgehende Bedrohung von Menschen, die den Bergbauunternehmen in die Quere kommen, ist ungebrochen.

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