23. Aug 2010 | Kolumbien | Politik

Familie Moncayo in Kolumbien bedroht

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Bogotá. Die Familie von Pablo Emilio Moncayo hat die Regierung Kolumbiens darum gebeten, den ehemaligen Feldwebel außer Landes in Sicherheit zu bringen. Der 33-jährige habe zahlreiche Morddrohungen erhalten und müsse um sein Leben fürchten, heißt es nach Berichten kolumbianischer Medien wie Radio Caracol.

Pablo Emilio Moncayo war Ende März dieses Jahres nach zwölf Jahren in Gefangenschaft von der Guerillaorganisation FARC freigelassen worden. Die Entlassung war Ergebnis eines politischen Verhandlungsprozesses und erregte in Kolumbien und Südamerika große Aufmerksamkeit. Zum Ärger der damaligen Regierung unter Präsident Alvaro Uribe distanzierte sich der junge Mann nach seiner Rückkehr nicht von der Guerilla, sondern forderte eine konsequente Friedenspolitik aller Beteiligter.

Nach aktuellen Berichten wurde nun nicht nur Pablo Emilio Moncayo von Unbekannten mit dem Tode bedroht. Auch sein Vater, der Friedensaktivist Gustavo Moncayo, und andere Familienmitglieder erhielten entsprechende Drohungen. Die Regierung habe auf die Hilfsgesuche der Familie bislang nicht reagiert. Nun laufen Verhandlungen mit Frankreich und Italien um eine Aufnahme.

(/hneu/caracol)

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