Hintergrund & Analyse

Auf bröckelndem Boden: Die Beziehungen zwischen EU und Lateinamerika

Think-Tank diagnostiziert wachsende Distanz. Berlin sucht in Brasilien die Kooperation mit Lula auszubauen, um Einflussverluste wettzumachen
Mit Erleichterung reagiert Berlin auf die Niederschlagung der Umsturzbewegung in Brasilien. Bundeskanzler Olaf Scholz beteuert, die Bundesregierung stehe "eng an der Seite von Präsident Luiz Inácio... weiter

Honduras: "Autonomie und gemeinschaftliche Selbstverwaltung gegen den entfesselten Kapitalismus"

Gespräch mit Miriam Miranda, Generalkoordinatorin der Organisation der afro-indigenen Garífuna in Honduras, Ofraneh
Die Ansiedlung "Wagueira Lee" der Garífuna liegt auf der honduranischen Insel Roatán. Sie ist eine gemeinschaftliche Rückgewinnung von angestammtem Land, die Teil eines kulturellen... weiter

Lateinamerika und der Krieg in der Ukraine

Lateinamerika hat im internationalen System ein eigenes Gewicht als Frieden bringender und stabilisierender Akteur gewonnen
Auf der 77. Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York trat am 22. September 2022 der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard mit einem Friedensvorschlag zur Beendigung des Ukraine-Krieges... weiter

Eine gemeinsame Währung für Lateinamerika?

Über die Pläne in Lateinamerika, sich dem Dollar mit einer neuen Währung und einer "regionalen Finanzarchitektur" zu widersetzen
Der US-Dollar wird für den Großteil des internationalen Handels verwendet, und sein Status als globale Reservewährung verschafft den USA ein "exorbitantes Privileg", das ihre geopolitische und... weiter

Chile: In der Angst gefangen

Wie das Thema Verbrechensbekämpfung seit Monaten alles dominiert
Im Zentrum von Santiago steht das mächtige Gebäude der Nationalen Handelskammer. Stacheldraht trennt den hauseigenen Park vom Getümmel der chilenischen Hauptstadt. Kameras und Wachhäuser bewachen... weiter

Honduras: "Die Privatstädte warten, dass die Regierung wechselt, um dann ihr Projekt mit noch mehr Wucht durchzusetzen"

Gespräch mit Christopher Castillo, Generalkoordinator der honduranischen Gemeinde- und Umweltorganisation Arcah
Die rechten Regierungen in Honduras förderten die Gründung von "libertären" Unternehmerstädten, den sogenannten "Zonen für Beschäftigung und Entwicklung" (ZEDE). Nach massiven Protesten der... weiter

Peru, der Aufschrei der ewig Unterdrückten

Das Parlament ist zum größten Feind des demokratischen Lebens geworden. Erst hat es Castillo nicht regieren lassen, jetzt verhindert es eine friedliche Lösung der Situation
Worum es in Peru geht, ist etwas viel tiefer Gehendes als die Wut angesichts von Pedro Castillos Ungeschicklichkeit und der Reaktion der Ultrarechten und der herrschenden Klassen: Es ist die ewige... weiter

Peru: Die neueste Saga des unregierbaren Landes

Peru schlittert von Krise zu Krise, von Skandal zu Skandal, von Präsident zu Präsident. Mit dem Amtsantritt Castillos schien es so, als könnte sich die Geschichte ändern. Aber nein
Als Pedro Castillo sein Amt antrat, war die Frage nicht, wie es laufen würde, sondern wie lange. Und dann kam wie aus dem Nichts der Epilog einer lange angekündigten Chronik. Nach nur 16 Monaten... weiter

Peru: Fundamentalist im Rathaus der Hauptstadt

Antifeminist López Aliaga gewinnt die Bürgermeisterwahl in Lima
Am Ende war es ein knappes Rennen um das Bürgermeisteramt der peruanischen Hauptstadt. Rafael López Aliaga (Renovación Popular) erhielt 26,3 Prozent der gültigen Stimmen, Daniel Urresti (Podemos Perú... weiter

China und Russland: Bedrohungen für Lateinamerika?

Die Zeit des Kalten Krieges hat in Lateinamerika Lehren hinterlassen, um die Logik der Konfrontation zwischen Mächten zu verstehen. Und China verdrängt die USA als Hauptinvestor in der Region
Die Welt steuert auf eine neue und unvermeidliche Multipolarität zu, in der sowohl Russland als auch China ihre eigenen Positionen haben. Unterdessen machen die USA und die Nato Druck, um... weiter