1. Sep 2010 | Kuba | Menschenrechte | Politik

Fidel Castro äußert sich zu Schwulenverfolgung

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Havanna. In einem Interview mit der Chefredakteurin der linksliberalen mexikanischen Tageszeitung La Jornada, Carmen Lira, hat der ehemalige kubanische Staats- und Regierungschef Fidel Castro neben zahlreichen anderen Themen auch zur früheren Verfolgung Homosexueller in Kuba Stellung bezogen. "Wenn einer dafür verantwortlich ist, dann bin ich es", sagte der 84-Jährige in dem am Montag veröffentlichen Gespräch, in dem er an die turbulenten Anfangsjahre der Revolution erinnerte. In einer Zeit der "systematischen Sabotage und bewaffneten Angriffe" sei er so überhäuft mit Arbeit gewesen, dass er "dem Thema gegenüber nicht genügend Aufmerksamkeit habe aufbringen können".

In diesem Zusammenhang erinnerte er auch an die unzähligen Versuche der US-Geheimdienste, in zu ermorden. Er selber habe keinerlei Vorurteile gegenüber Homosexuellen, erklärte Castro. Die strafrechtlichen Voraussetzungen zur Verfolgung Homosexueller waren in Kuba 1997 abgeschafft worden. Vor wenigen Wochen erst beging das Land zum dritten Mal den "Kubanischen Tag gegen die Homophobie". In Deutschland wurde die strafrechtliche Verfolgung von Homosexualität 1994 abgeschafft.

(kleh/lajornada)

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