Indigener Anführer und APPO-Aktivist in Mexiko ermordet

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Oaxaca. In der Stadt Tuxtepec im Norden des mexikanischen Bundesstaates Oaxacas ist ein weiterer politischer Mord zu verzeichnen: Catarino Torres Pereda wurde am Nachmittag des 22. Oktobers 2010 von zwei mit Pistolen bewaffneten Männern im Büro der indigenen Organisation CODECI (Komitee zur Bürgerverteidigung) niedergeschossen. Die Angreifer trugen laut Augenzeugen T-Shirts mit Wahlpropaganda für Eviel Pérez Magaña, dem unterlegenen Gouverneurskandidaten der ehemaligen Staatspartei PRI. Pérez Magaña stammt aus Tuxtepec und ist derzeit Parteivorsitzender der PRI im Staat Oaxaca.

Catarino Torres in den letzten zehn Jahren aufgrund seines Engagements für die indigenen Gemeinden der Region Cuenca de Papaloapán starker Repression ausgesetzt, ein Dutzend Mal war er in Haft. Als Anhänger der zapatistischen Bewegung und Aktivist der oppositionellen Organisation APPO wurde er letztmals Anfang August 2006 verhaftet, gefoltert und sieben Monate in ein Hochsicherheitsgefängnis gesperrt.

In einer seiner letzten öffentlichen Reden kritisierte Catarino Torres die Oppositionsparteien von links und rechts dafür, dass sie sich mit dem Wahlsieg vom Juli brüsteten. Es sei offensichtlich, dass erst der Aufstand von 2006 den Machtwechsel im Staat ermöglicht habe. Nach dem Tod von Catarino Torres fühlen sich Aktivisten der CODECI in der Befürchtung bestätigt, dass die Regierung des scheidenden Gouverneurs Ulises Ruiz die lange Übergangszeit bis zur Regierungsübergabe am 1. Dezember dazu nutzt, mit politischen Widersachern abzurechnen.

(pger/lajornada)

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