14. Jun 2011 | Jamaika | Kuba | Venezuela | Medien

Kuba: Internetkabel wird im Juli in Betrieb genommen

DruckversionEinem Freund senden

Havanna/Caracas. Venezuelas Wissenschafts- und Technologieminister Ricardo Menéndez hat die Inbetriebnahme eines Glasfiberkabels zwischen dem südamerikanischen Land, Kuba und Jamaika für Juli bestätigt.

Menéndez informierte zudem, dass sich die moderne Datenverbindung mit dem Namen Alba-1 derzeit in einer Testphase befinde. Diese standardmäßigen Überprüfungen werden am 23. Juni dieses Jahres beendet sein, sagte er weiter.

"Wir können Sie darüber informieren, dass das Projekt und die Zielvorgaben erfüllt werden und dass damit das Telekommunikationswesen ein gutes Stück vorangebracht werden wird", zitiert das venezolanische Internetportal YVKE den Regierungsfunktionär. Die beteiligten Staaten seien nicht länger passive Nutzer von Kommunikationsnetzwerken. "Wir schaffen diese Netzwerke selbst mit den Ziel der Befreiung", so Menéndez.

Von der neuen Verbindung profitieren nicht nur die beteiligten drei Staaten, sondern auch benachbarte Länder wie Kolumbien und Brasilien. Zudem könne das eigene Datenkabelnetz auch auf andere Staaten der Region weiter ausgeweitet werden.

Die neue Verbindung hat eine Länge von 1.630 Kilometern und eine Übertragungskapazität von 640 Gigabytes. Die Verlegung wurde von einem kubanisch-venezolanischen Mischunternehmen durchgeführt, die Kosten beliefen sich auf 72 Millionen US-Dollar. In einer zweiten Phase ist der Anschluss der Datennetzwerke in Haiti und der Dominikanischen Republik geplant.

(hneu/yvke)

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: Internet + Telekommunikation

15. Mär | International | Kuba | Venezuela | Medien

ROG: Weitgehend freies Internet in Lateinamerika

"Weltkarte der Internetzensur" von Reporter ohne Grenzen

Reporter ohne Grenzen stellt Jahresbericht über "Feinde des Internets" vor. Venezuela nicht weiter "unter Beobachtung". Kritik an Kuba

Paris. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) hat den Ländern Lateinamerikas ein weitgehend freies Internet bescheinigt. … weiter >

Brasiliens Präsidentin Rousseff will Internet für alle

Hannover. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff will das Internet für möglicht viele Menschen zugänglich machen. Bei ihrer Rede zur Eröffnung der diesjährigen Computermesse Cebit nannte sie das weltweite Netz ein "Instrument zur sozialen Integration und zur Ausübung der Bürgerrechte". Der Ausschluss aus der digitalen Welt verschärfe auch die sozialen Unterschiede. … weiter >

6. Feb | Südamerika | Medien

Südamerika baut Internet-Infrastruktur aus

Minister beim Cosiplan-Treffen im November 2011

"Optischer Ring" soll Verbindungsgeschwindigkeit verbessern und Kosten senken. Mehr Unabhängigkeit von den USA. Regionales Mediennetz geplant

Asunción. Die Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR) plant die Infrastruktur des Internets auf dem Subkontinent deutlich auszubauen. … weiter >