26. Jul 2011 | Chile | Soziales | Wirtschaft

Starbucks-Mitarbeiter in Chile im Hungerstreik

DruckversionEinem Freund senden

Santiago de Chile. Am Montag sind Mitarbeiter der US-amerikanischen Cafeteria-Kette Starbucks in Chile in einen unbefristeten Hungerstreik getreten. Seit 19 Tagen streikte bereits rund ein Drittel der Starbucks-Belegschaft aus gut 200 Mitarbeitern für eine Lohnerhöhung sowie grundlegende Verbesserungen.

Vor dem Sitz der Firma im reichen Stadtteil Las Condes der Hauptstadt Santiago hat die Gewerkschaft ein Zelt aufgebaut. Gewerkschaftspräsident Andrés Giordano erklärt gegenüber Radio Bio Bio, dass die 200 Mitarbeiter die Entscheidung getroffen hätten, weil das Unternehmen bisher jegliche auf Einigung zielende Verhandlungen abgelehnt habe.

Trotz Gewinnsteigerungen von rund 145 Prozent gab es bei dem chilenischen Starbucks-Ableger seit acht Jahren keine Anhebung des niedrigen Lohns.

In seiner öffentlichen Erklärung redet Starbucks den Streik klein und betont die Löhne seien für die Branche überdurchschnittlich, zudem gäbe das Unternehmen  genug Ausgleichsleistungen. Die 31 Filialen würden auch während des Streiks regulären Service anbieten.

(ksch/radiocooperativa)

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie unseren täglichen oder wöchtenlichen E-Mail-Newsletter » jetzt eintragen

Ähnliche Inhalte: Gewerkschaften

Bolivianischer Gesundheitskonflikt kurz vor Lösung

La Paz. In Bolivien steht eine Lösung des Konflikts im Gesundheitssektor kurz bevor. Gesundheitsminister Martín Maturano ist optimistisch, dass sich sowohl mit dem seit fast zwei Monaten streikenden Krankenhauspersonal als auch mit dem Gewerkschaftsdachverband COB noch diese Woche eine Lösung finden lässt. … weiter >

Streiks der Gewerkschaften in Bolivien gehen weiter

La Paz. Der bolivianische Gewerkschaftverband COB (Central Obrera Boliviana) befindet sich seit Mittwoch dieser Woche erneut in einem 72-stündigen Generalstreik. Kritisiert werden die Streikenden dabei von zahlreichen Institutionen und Organisationen, die ihnen vorwerfen, während der Proteste auf zu radikale Mittel zurückzugreifen. … weiter >

Gewerkschaften in Bolivien streiken für mehr Lohn

Proteste des Verbandes COB

La Paz. Der bolivianische Gewerkschaftsdachverband COB hat zu einem landesweiten, 72-stündigen Generalstreik gegen die Regierung von Präsident Evo Morales aufgerufen, um Druck für höhere Löhne und Gehälter zu machen. Zudem kündigte der Verband ein Treffen sozialer Organisationen an, um die Möglichkeit eines weiteren, unbefristeten Generalstreiks zu beraten. … weiter >