27. Jul 2011 | Kuba | Politik | Soziales

Kuba: Keine Freiwilligenarbeit mehr für Studierende

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Havanna. Wie die kubanische Tageszeitung Juventud Rebelde am Wochenende vermeldete, wird in Kuba künftig keine Studentenbrigaden für freiwillige Arbeitseinsätze mehr geben. Jedes Jahr nahmen mehr als eine Million Jugendliche an Brigaden in der Landwirtschaft und in sozialen Einrichtungen teil. Wie ein führender Vertreter der Kommunistischen Jugendorganisation UJC, Yoel Pérez, erläuterte, sei im Rahmen der "Aktualisierung des sozialistischen ökonomischen Systems" eine Überprüfung der Effektivität dieser Brigaden erfolgt.

"Die Zeiten haben sich geändert" so Pérez. Der Einsatz dieser Brigaden sei nicht effektiv und der Bedarf sei zurückgegangen. Es sei zuletzt vorgekommen, schilderte Pérez, dass nur die Hälfte der Studenten benötigt wurde und diejenigen, die arbeiteten, nicht ausgelastet waren. Dies habe dazu geführt, dass die Studierenden diese Arbeitseinsätze als verlorene Zeit empfanden.

Die Abschaffung der Brigaden bedeutet das Ende einer historischen Einrichtung. Die Jugendbrigaden gab es in Kuba seit 1977. Mit den Brigaden sollten die Jugendlichen neben ihrem Studium das Arbeitsleben kennen lernen und einen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Pérez erklärte, dass mit der Abschaffung der Brigaden nicht die Verbindung von Arbeit und Studium aufgegeben wird. Diese solle sich in Zukunft auf die direkte Verbindung zum Studieninhalt durch Praktika und Lehre an den Instituten beziehen. Außerdem sei geplant, Studentinnen und Studenten an einer geplanten Volkszählung zu beteiligen.

(ksac/jrebelde)

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