9. Dez 2011 | Honduras | Medien | Menschenrechte

Weitere Journalistin in Honduras ermordet

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Tegucigalpa. Am Dienstag wurde in Honduras die Journalistin Luz María Paz Villalobos ermordet. Die 39 jährige Reporterin wurde von unbekannten Motorradfahrern beschossen als sie mit dem Auto unterwegs war. Paz war Direktorin des Radioprogramms "Tres en la noticia". Bei der Attacke verstarb ebenfalls ihr Begleiter Delmer Canales. Damit erhöht sich die Zahl der ermordeten Journalisten seit Anfang 2010 auf 17. Der Mord ereignete sich nur wenige Stunden nach einem bewaffneten Angriff auf die Redaktion der Tageszeitung La Tribuna bei der ein Sicherheitsmann verletzt wurde.

Die Drohungen gegen kritische Medien und Journalisten in dem zentralamerikanischen Land gewinnen seit Ende Oktober abermals an Intensität. Seit vor mehreren Wochen zwei Studenten von Polizisten erschossen wurden, berichteten kritische Medien über mehrere Fälle der Verwicklung von Polizeieinheiten in Morde, Entführungen und Erpressungen. Vergangene Woche erklärte die honduranische Regierung deshalb den Notstand der öffentlichen Sicherheit und übergab weitreichende Polizeibefugnisse an das Militär. Aufgrund der erneuten Ereignisse äußerte nun auch die Europäische Union ihre äußerste Besorgnis über die Angriffe gegen Pressevertreter.

(jsch/tsur)

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