16. Mai 2012 | Deutschland | Kuba | Medien | Politik

Kuba-Gruppen kritisieren CDU-Abgeordneten Vaatz

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Berlin. Das Netzwerk Cuba, ein Zusammenschluss von gut 40 politischen und entwicklungspolitischen Kuba-Gruppen in Deutschland, hat den CDU-Bundestagsabgeordneten Arnold Vaatz (CDU) "Niveau- und Substanzlosigkeit" und "Verunglimpfung" der sozialistischen Regierung in Havanna vorgeworfen.

In einem Interview mit dem Radiosender Deutschlandfunk hatte Vaatz sich zu der Debatte über Zwangsarbeit in der DDR geäußert. Dabei sagte er: "Im übrigen möchte ich nicht wissen, was im Augenblick passiert in Kuba und anderen Ländern, wo man auch noch genau so weitermacht, wie man damals zu DDR-Zeiten mit den Regimen da umgegangen ist, sprich, dass man diese Regime als Lieferanten billiger Arbeitskräfte betrachtet hat."

Vaatz’ Äußerungen seien "ein erneutes Beispiel dafür, wie unverbesserliche und blindwütige Antikommunisten Hetze gegen Kuba verbreiten, ohne jegliche Fakten und Beweise vorzulegen". Zwangsarbeit werde in keinem der seriösen Menschenrechtsberichte über Kuba – wie von der UN, von Human Rights Watch und Amnesty International – erwähnt, fügt der Verband an. Hinweise darauf finde man nicht einmal in den CIA-Berichten über Kuba oder in wissenschaftlichen Studien. "Wer die kubanische Wirklichkeit auch nur ein wenig kennt, müsste wissen, dass dort Folter, Gewalt und Zwangsarbeit nicht vorkommen – ganz im Gegensatz zu vielen der Nachbarländer Kubas, einschließlich der USA", heißt es in der Erklärung weiter.

(netzwerkcuba)

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