13. Sep 2010 | Honduras | Menschenrechte

Hans-Litten-Preis für Tirza Flores Lanza

Auszeichnung der deutschen Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen (VDJ) geht an honduranische Juristin

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Tegucigalpa. Die Anwältin Tirza Flores Lanza aus Honduras wurde in diesem Jahr von der deutschen Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen (VDJ) für ihre herausragende Arbeit für Demokratie und Gerechtigkeit nach dem Putsch von Juni 2009 mit dem Hans-Litten-Preis ausgezeichnet.

Die Vereinigung gab bekannt, dass Tirza Flores Lanza als Anwältin und Mitglied der Vereinigung von Richtern für ein demokratisches Honduras (Asociación de Jueces por la Democracia en Honduras) in der Tradition von engagierten Anwälten wie Hans Litten stünde und als erfolgreiche Juristin in einer machistischen Gesellschaft diesen Preis mehr als verdient habe.

Die Vereinigung honduranischer Richter begrüßte die Verleihung des Preises an Flores Lanza als verdiente Anerkennung ihrer juristischen Laufbahn und ihrer besonderen Verdienste bei der Verteidigung der unabhängigen Rechtsprechung und des Rechtsstaates.

Im Januar dieses Jahres hatte die Aufsichtskommission des Obersten Gerichtshofs von Honduras Flores Lanza zu einer Entlassungssitzung vorgeladen, nachdem die damalige Richterin Verfassungsbeschwerde gegen die Ausweisung des Ex-Präsidenten von Honduras, Manuel Zelaya Rosales, eingereicht hatte. Daraufhin wurde sie ihres Richteramtes enthoben. Laut der Zeitung El Heraldo de Honduras begründete die Kommission ihre Entscheidung damit, dass Justizbeamte sich nicht in politische Angelegenheiten einmischen dürften.

Flores Lanza ist die Schwester von Enrique Flores Lanza, dem Stellvertreter von Präsident Manuel Zelaya. Er wurde von der Putschregierung 2009 wegen Korruption, Amtsmissbrauch und Vetternwirtschaft angeklagt und befindet sich seither im Exil.

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