6. Dez 2009 | Venezuela | Wirtschaft

Venezuela kontrolliert Banken stärker

Regierung sichert Finanzrisiken ab. Banken werden teilweise verstaatlicht

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Caracas. Die venezolanische Regierung gab heute Maßnahmen gegen drei weitere Banken bekannt. Die Institute Central Banco Universal, Baninvest und Banco Real seien wegen schwerer Verstöße gegen die Finanzgesetzgebung vorläufig geschlossen worden. Finanzminister Ali Rodriguez Araque erklärte, dass die staatliche Überprüfung der Banken zum Schutz der Kunden, des Banksystems und des öffentlichen Eigentums notwendig sei. Zwar habe die internationale Finanzkrise die großen Volkswirtschaften wie die USA und Europa stark geschädigt, Venezuela habe jedoch gezeigt, dass sich durch rechtzeitige staatliche Eingriffe Stabilität und Liquidität sichern ließen. Ziel der aktuellen Überprüfung sei es die Rechte der Kunden, Gläubiger und des Staates zu gewährleisten.

Zusammen stellen die drei Unternehmen 1,7 Prozent der Einlagen im venezolanischen Banksystem. Die Regierung wirft den Unternehmen vor, durch riskante Geschäfte die eigene Kapitalsicherung in Gefahr gebracht und damit gegen die Regeln der Finanzaufsicht verstoßen zu haben. Bereits vor zwei Wochen hatte die venezolanische Regierung sieben Bankunternehmen unter eine Sonderkontrolle gestellt. Hintergrund waren Spekulationsgeschäfte und Betrugsvorwürfe gegen der Unternehmer Ricardo Fernandez, der auch wichtigster Anteilseigner an vier der betroffenen Geldinstitute ist. Fernandez galt als "regierungsnaher" Unternehmer. Einige der Institute sollen nach Angaben der Regierung bereits Mitte Dezember wieder öffnen - dann allerdings als staatliche Unternehmen.

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